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Warum haben wir die „QWERTZ“-Tastatur? PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von OHnE   
Sonntag, 27. April 2008

Unsere gebräuchliche Computer- und Schreibmaschinentastatur geht auf den US-Amerikander Christopher Latham Sholes zurück, der das heutige „QWERTY“- Tastaturlayout 1868 erfand. Bis dahin wurden die Buchstaben nach Alphabet geordnet. Durch die neue Anordnung wurde gewährleistet, dass Buchstaben wie zum Beispiel das „ND“, die oft hintereinander kommen, weit entfernt sind. Damit sich die „Hebel“ bei der Schreibmaschine nicht verhaken. Die in Deutschland und Osteuropa genutzten Tastaturen haben im Gegensatz zur englischen zwei Buchstaben vertauscht: das „Z“ und das „Y“, weil das „Z“ häufiger als das „Y“ vorkommt. Dies kann beim Schreiben auf einer englischen Tastatur am Anfang zu Verwirrungen kommen. Deshalb heißt das Tastaturlayout in Deutschland auch „QWERTZ“, was auf die ersten sechs Buchstaben der obersten Reihe zurückgeht. Es wird vermutet, dass Sholes extra die Buchstaben des englischen Begriffs „typewriter“ (zu dt.: Schreibmaschine) in der ersten Reihe verwendet hat, damit die Verkäufer zeigen können, wie schnell man mit dieser Tastatur schreiben kann. Übrigens ist „typewriter“ das längste bisher gefundene, im englischen übliche Wort, welches man mit Buchstaben einer Zeile schreiben kann. Es gab bereits mehrere Versuche, das „QWERTZ“-Tastaturlayout abzulösen. So wurde 1932 die Tastaturbelegung „Dvorak“ von August Dvorak entwickelt. Es beansprucht weniger die äußeren Finger, sondern eher die stärkeren mittleren Finger. So sollen weniger Menschen an dem RSI-Syndrom, auch Sekretärinnenkrankheit genannt, erkranken, was aber nicht bewiesen ist. 2004 erfand Hanno Behrens das NEO-Tastaturlayout, welches ermöglicht, das mehr Wörter auf der Grundlinie (der zweiten Reihe) geschrieben werden können. Dies führt zum schnelleren Schreiben. Doch bisher konnte keine Alternative „QWERTZ“ ablösen.

[niklas]

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