Sponsor: WebhostOne
Home
Kanupolo – Was ist denn das? PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von OHnE   
Sonntag, 27. April 2008

„Polo, das ist doch das mit den Pferden, oder?“ – So reagieren die meisten, wenn sie „Kanupolo“ hören.
Von Kanupolo haben die wenigsten schon mal gehört, obwohl es mittlerweile über 100 Vereine in Deutschland, darunter 10 in Berlin, gibt. Allerdings braucht man ein stilles Gewässer und kann es nicht einfach auf irgendeinem Sportplatz spielen. Die Spieler sitzen in
kleinen, wendigen Einerkajaks und müssen Westen und Helme tragen. Es gibt zwei Mannschaften mit je höchstens acht Spielern, wobei immer nur fünf auf dem Spielfeld sein dürfen. Zwei 1x1,5m große Tore hängen in 2 Meter Höhe und stehen an den beiden kurzen Seiten des 23x35 Meter großen Spielfeldes. Die Spieler müssen einen Ball mit der Hand oder dem Paddel in das gegnerische Tor werfen. Der Torwart wechselt, es gilt immer der als Torwart, der am nächsten am Tor ist, wobei er erst nicht mehr angegriffen werden darf, wenn er direkt unter dem Tor steht.. Die Torwarte müssen versuchen, den Ball mit dem Paddel abzuwehren. Bei Spielbeginn stehen sich die Mannschaften so gegenüber, dass die Boote mit dem Heck auf der jeweiligen Grundlinie des Spielfeldes liegen. Auf Pfiff des Schiedsrichters fährt von jeder Mannschaft einer um den Ball, welcher in die Mitte des Spielfeldes geworfen wird. Spätestens jetzt wird klar, dass man auf gar keinen Fall wasserscheu sein darf, wenn man Kanupolo spielen möchte. Wer nämlich im Ballbesitz ist, darf von seinen Gegnern geschubst werden, sodass er mit seinem Kajak umkippt. Deshalb ist das Beherrschen der sogenannten Kenterrolle - das Wiederhochkommen aus dem Wasser mit Hilfe von Händen oder Paddel - Pflicht. Ein Trick, um den Ball bei dieser Aktion nicht zu verlieren, ist, ihn in der Hand zu behalten und ihn mit unter Wasser zu nehmen. Das darf man, solange man den Ball nicht länger als 5 Sekunden in der Hand hält. Die Spieler dürfen auch gegen die gegnerischen Boote fahren, um ihre Gegner aus dem Gleichgewicht zu bringen. Verboten ist aber das Schlagen mit dem Paddel. Damit kein Wasser in die Boote
kommt, tragen die Spieler eine Spritzdecke, die über die Einstiegsluke gespannt wird. Ein Spiel dauert 2x10 Minuten mit einer Halbzeitpause von 3 Minuten. Man tritt in den Spielklassen Schüler(10-14 Jahre), Jugend(15-16 Jahre), Junioren(17-18 Jahre), Herren und Damen(jeweils ab 19 Jahren) an. Kanupolo ist also eine Mischung aus Hand-, Basket- und Wasserball. Aber wer denkt sich ein solches Spiel aus? 1926 griff der Deutsche Kanu Verband (DKV) die Idee des Kanupolo aus England auf. 1928 wurden die ersten Deutschen Meisterschaften in Potsdam ausgetragen. 1994 fanden die ersten Weltmeisterschaften statt, seitdem werden Europa- und Weltmeisterschaften im jährlichen Wechsel veranstaltet. Zwischen diesen wichtigen Turnieren finden in der Saison viele kleinere Wettkämpfe statt, sodass man im Sommer oft übers Wochenende mit dem Verein in andere Städte fährt. Jedes Jahr finden die Deutschen Meisterschaften statt, so wie dieses Jahr vom 23.-26.08. in Grünau. 

[jojo]
» Kommentar schreiben
E-Mail (wird nicht veröffentlicht)
Name
Titel
Kommentar
 verbleibende Zeichen
Captcha Image Code neu generieren, falls er unlesbar sein sollte
» Keine Kommentare
Es gibt bisher noch keine Kommentare.
 
weiter >