Wieso die Corona-Gesellschaft John The Savage gerade gut gebrauchen könnte

Wieso die Corona-Gesellschaft John The Savage gerade gut gebrauchen könnte

Etwas zum „neuen Normalzustand“ und der Frage, ob wir die Masken wieder loswerden

Iustitias Waagschale hängt schief. Die fein austarierte Balance von Sicherheit und Freiheit, die in jeder politischen Entscheidung neu erstritten werden muss, ist in heftige Schräglage geraten. Starkes Übergewicht der einen Seite lässt Iustitias rechten Arm und ihre dünnen Äderchen vor Anstrengung pulsieren, was ihr gefährlich zuzusetzen scheint: Sie braucht Hilfe, die Sicherheit lastet zu viel Gewicht.

Kompromisslos zogen die politischen Entscheidungen der letzten Wochen das Gut der Sicherheit dem der Freiheit vor, ohne Widerworte wurde dies von der Mehrheitsgesellschaft in Kauf genommen. Zum ersten Mal sind in der Bundesrepublik Deutschland Kontaktverbote verhängt worden, die faktisch ein Verbot von Demonstrationen bedeuten, werden Grenzposten innerhalb der EU besetzt – in Ungarn konnte sich gar ohne große europäische Gegenwehr eine sogenannte „Notstandregierung“ formieren. Eindeutig Ausnahmesituation. Selbst die Bundesliga steht still und erfreut ihre Fans mit digitalen Kick-Sequenzen. Soweit so anders.

Deutschlands abnormaler Normalzustand

Doch nun (Stand: 20.04.20) soll in das auf den Kopf gestellte Haus unseres Landes langsam wieder der Alltag einkehren. „Schrittweise“, um die Fachsprache der VirologInnen, PolitikerInnen und Talkshow-ModeratorInnen aufzugreifen, soll der sogenannte Normalzustand wieder Einzug finden – paradox scheint dabei die Interpretation eines „Normalzustandes“. Während politische, künstlerische und religiöse Freiheiten scheinbar weiterhin zurückgestellt werden können, soll die Wirtschaft durch die Öffnung des Einzelhandels wieder ordentlich angekurbelt werden. Scheinbar ist der Mehrheitsgesellschaft gleichgültig, ob die uns vom Grundgesetz garantierten Rechte auf Kunst- und Versammlungsfreiheit oder das Recht auf freie Religionsausübung weiterhin bestehen bleiben, solange nur der niedliche Woll-Laden an der Ecke die Krise übersteht. Theater, Museen, Politveranstaltungen und Kirchen aller Religionen sind stumm – gerade die Institutionen, die so wichtig sind für die Einordnung gesellschaftlicher Entwicklungen und die Formulierung von Kritik. Dafür brummt endlich wieder die Kasse, schallt die Werbung von allen Wänden, knirscht der vollgeladene Einkaufswagen über den gewienerten Boden.

Was wir sehen, ist ein „Weiter so!“, eine Rückbesinnung auf die Zeit vor Corona, auf die Leistungsgesellschaft und ihre neoliberalen Tücken. Wie naiv wir doch waren, als wir von Balkonen klatschten, Aufrufen zum Spargelstechen folgten und von einem Wertewandel träumten. Kindisch all die Hoffnungen auf eine neue Gesellschaft, der plötzlich die Schuppen von den Augen fallen und die ihre fehlgeleiteten Prinzipien von Einzelkampf und Materialismus kopfschüttelnd hinter sich lässt. Die das Wachstum des BIP nicht als Indikator einer guten Gesellschaft wertet und gerechte Löhne einfordert. All das sind Wunschträume einer in wenigen Wochen längst vergessenen Zeit. Was wir derzeit sehen ist ein Fortführen des auf Wachstum getrimmten Normalzustandes – nur, dass dieser in diesen Monaten penibel desinfiziert und glatt geleckt daherkommt, mit Handschuhen und Atemschutzmaske. Solidarität, ade. Die längst postulierte Post-Corona-Gesellschaft wird keine revolutionäre sein, die materielle Werte und die Sinnhaftigkeit einer „Karriereleiter“ ernsthaft in Frage stellt. Keiner von uns wird in einem Jahr das Schulsystem oder seine Univorlesung boykottieren, weil er in der Corona-Krise die vorgegaukelte Alternativlosigkeit des „normalen“ Weges hat bröckeln sehen. Nein, einen wahren Paradigmenwechsel haben wir nicht durchlebt – da sollten wir uns nichts vormachen.

Corona als Katalysator unseres gesellschaftlichen Kurses

Und doch werden zukünftige AnachronistInnen später melancholisch und mit einem strahlenden Glanz in den feuchten Augen auf die Zeit vor dem Virus zurückblicken. Sie werden Corona als das traurige Momentum begreifen, das dem Kurs, den unsere ZeitgenossInnen steuerten, entgültig die Krone aufsetzte. Der Gesundheits- und Sicherheitswahn, der momentan jeden gesellschaftlichen Diskurs bestimmt, ist ganz sicher nicht auf dem Fischmarkt von Wuhan geboren worden, trotzdem ist die Pandemie Antrieb und Katalysator dieser gesellschaftlichen Entwicklung. Seit einer unbestimmten Zeit fräst sich der Gesundheits- und Sicherheitswahn bereits rasend durch unsere staatlichen Institutionen, die in videoüberwachte Bahnhöfe und Datenspeicherung investieren. Aber auch wir selbst sind befallen: Wir kaufen unseren Großeltern Armbänder, die bei Knopfdruck sofort die NotärztIn rufen, oder betten Kinder auf Matratzen, die den regelmäßigen Herzschlag kontrollieren. Versichern uns immer und immer wieder, verzweifeln in der schier endlosen Bandbreite erfolgsversprechender Diäten und reisen nur noch mit Smartphone in der Hand, damit die heimische Geborgenheit nur zwei Klicks weit entfernt ist.

Immerhin haben wir im Februar noch gelacht über MaskenträgerInnen und hypersensiblen Gesundheitsfanatismus. Chinesische Entwicklungen wie die Kollektivierung und Speicherung von Handydaten zur Eindämmung des Virus war in Europa undenkbar, mittlerweile gibt es eine nicht zu unterschätzende Plattform, die auch in Deutschland ähnliche Programme fordert. Die ungarische autoritäre Notstandsregierung scheint es zu bewerkstelligen, ihre heftigen Vergehen an der Rechtstaatlichkeit tatsächlich mit der Bekämpfung des Virus rechtfertigen zu können. Eine sich stündlich voranschreitende Verschiebung des öffentlichen Konsens über die Gewichtung von Sicherheit und Freiheit ist zu beobachten, in der Stimmlage Hannes Waders‘ klingt es etwa so: „Was gestern noch galt, gilt schon heut oder morgen nicht mehr.“ Bisher (zu Recht!) tabuisierte Maßnahmen zum Schutze der gesundheitlichen Sicherheit stehen plötzlich auf der Tagesordnung ernstzunehmender, demokratischer PolitikerInnen – und im kollektiven Gedächtnis der Post-Corona-Gesellschaft werden sie ebenso fest verankert sein

Es ist mehr als nur der M-N-S

Die nämlich ist erprobt im sogenannten Social Distancing, der neuartigen Kultur des visuellen Beisammenseins, ohne sich wirklich zu spüren, und der Art des Sich-auf-der-Straße-höflich-aber-bestimmt-aus-dem-Weg-Gehens, das wir alle in den letzten Monaten fleißig trainiert haben. Wir haben gelernt, mögliche Spuckefäden unseres Gegenübers gekonnt aufzupüren und uns auf eine stilvolle Weise von hustenden Menschen abzuwenden, die wir ansonsten bei BettlerInnen in der U-Bahn an den Tag legen. Kurzum: die Post-Corona-Gesellschaft hat sich ein breitgefächertes Arsenal verschiedener Methoden angeeignet, um unseren Anspruch an Sicherheit nun auch im interpersonellen Kontakt abzusichern. Das ist der neue Normalzustand, der geruchstechnisch an das scharfe Beißen eines Nagellackentferners erinnert. Er ist schlimmer als die fünfwöchige Ausnahmesituation, die wir im März und April erdulden mussten, denn in diesen Tagen spürte ein jeder in jeder Sekunde die Absurdität, die Einmaligkeit und die zeitliche Befristung der Geschehnisse. Doch das, was folgt? Ist keineswegs in seiner Dauer begrenzt – laut Jens Spahn könnte der „neue Normalzustand“ Monate anhalten, ein Impfstoff erst im nächsten Jahr entwickelt werden. Und während die Seiten diverser Zeitungen von Nähanleitungen unterschiedlicher Formate wimmeln, frage ich mich, wie zur Hölle wir die Masken nur wieder loswerden.

Und damit meine ich nicht nur die selbstgenähten Masken, die nach der Entwicklung des Impfstoffes nostalgisch zwischen die Seiten des Tagebuches gelegt werden, sondern die Gesamtheit aller Verhaltensweisen und technologischen Erfindungen, die uns vor möglicher Ansteckung einer unbekannten Gefahr bewahren sollen. Eine Maske der Sicherheit bestehend aus vielen Einzelteilen, zusammengeflickt wie eine Patchwork-Decke, die den eigenen, gesunden Körper vor den potentiellen Krankheiten des Fremden bewahren soll. Die ersten Flicken bereits vor der Corona-Krise vernäht, hat die Arbeit an dem Stück Stoff durch die Pandemie rasant an Fahrt aufgenommen. Wir haben ein ideales Muster zum Selbstschutz entwickelt und wie ein gepucktes Kind sind wir fest in diese Decke geschlungen.

Können wir sie nach Ende der Krankheit ablegen? Wird sich der Krampf zur Gesundheit um jeden Preis nach der Krise lösen? Werden wir unseren verwundbaren Körper der fremden Welt und ihren potentiellen Gefahren je wieder nackt und verletzlich entgegenstellen? Wir leben jetzt in dem Wissen, dass auch unsere vermeintlich abgesicherte Existenz ganz plötzlich durch eine Infektionskrankheit unter Bedrohung stehen kann. Die potentiell nächste Gefahr lauert irgendwo, schlägt ohne Vorwarnung zu. Und tragischer Weise haben wir in der Corona-Zeit auch gelernt, wie schnell wir uns an die desinfizierende Lebensweise, die einen Großteil ihrer Energie darauf verwendet, kein Teil der Ansteckungskette zu werden, gewöhnen können. Wie normal und einfach dieses neue Verhalten doch ist. Vermeidbar – das sind Pandemien, wenn jeder vereinzelt in seinen vier Wänden dahin vegetiert und peinlich genau seine achtsamen Augen darauf richtet, den richtigen Abstand einzuhalten und Menschenmassen fernzubleiben.

Das Recht auf Armut, Übel und Krankheit

Vor allem an einem Ort ist das Geschwür des Gesundheits- und Sicherheitswahns deplatziert. Im Gehirn von uns Jugendlichen. So schnell sind wir Kinder der Generation Z reif und vernünftig geworden – statt unbedacht Drogen zu schlucken und gesundheitsgefährdende Risiken einzugehen, wissen wir schon mit 14 sehr genau Bescheid über die richtige Ernährung, das ideale Verhältnis von Muskelaufbau zu Kardio, die Übertragung von Geschlechtskrankheiten. Man möchte sich freuen über diese neue Generation, die so anders ist als die naiven Waghalsigen vor ihr, der Flusen im Kopf nie gewachsen zu sein scheinen und die in der Krise willig und stumm die Anordnungen ihres herrschenden Systems abnickt. Konform mit der Masse, infiziert mit demselben Wahn nach Gesundheit und Sicherheit, dem die Erwachsenen verfallen sind. Doch in diesen Tagen trifft uns Vernünftige eine andere Aufgabe – wir müssen in unserer puren jugendlichen Existenz verantwortungslos sein und für die freiheitlichen Rechte aller streiten.

Ich möchte diese Maske nicht tragen. Dem Gesundheitswahn nicht verfallen, mein Leben und die mir versicherten Rechte nicht vollständig kompromittieren müssen, um meine Gesundheit und die von anderen zu schützen. Das mag egoistisch, kindisch und dumm klingen. Keine Frage, die Corona-Pandemie ist ernst. Aber es gibt – zumindest gilt das für Deutschland – genügend vernünftige Leute, die an den Rädchen drehen und aus virologischen Einschätzungen und wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bedürfnissen politische Handlungen ableiten. Und weil es sie gibt, dürfen wir anders denken. Wir müssen zum Korrektiv des derzeitigen Kurses werden und die Welt an das Recht eines jeden Einzelnen erinnern, sein Leben freiheitlich zu bestimmen. Generationen vor uns taten dasselbe und die Welt gut daran – denn das ist schließlich die Aufgabe einer jeden Jugendgeneration: die eng geschnürten Scheuklappen der Gesellschaft öffnen und eine andere Perspektive auf die Dinge einfordern. Wo Grundrechte massiv eingeschränkt werden und der Infektionsschutz rücksichtlos das Wohlergehen tausender Kinder gefährdet, braucht die Welt den so lang verstummten Ruf nach Freiheit und gegen die Übermacht des Sicherheitsbedürfnisses. Wie John The Savage in „Schöne Neue Welt“ fordere ich mein Recht ein, krank und unglücklich zu sein, Läuse zu kriegen, überfallen zu werden und früh zu sterben. Lieber jung und mit einer Hand voll guter Geschichten von dieser Welt gehen, als alt, langweilig und ohne jemanden, der um mich weint. Auch dies ist jahrhundertelang gepflegte jugendliche Träumerei. Eine, die wir uns wieder zu Herzen nehmen sollten.

Eine sterbende Sprache?

Eine sterbende Sprache?

New York – Schon seit langer Zeit ist die Stadt bekannt für ihre kulturelle Vielfalt, denn die Bürger von New York City sprechen zusammen um die 800 Sprachen. Während Englisch, Spanisch und Chinesisch die meist gesprochenen Sprachen sind, weist die Kulturmetropole auch darüber hinaus eine bunte Mischung an Nationalitäten, Kulturen und Akzenten auf. Und auf den Straßen von Brooklyn ist der berüchtigte New Yorker Akzent nicht zu überhören. Doch wenn man genau hinhört kann man erkennen, wie die vollblütigen Amerikaner Wörter wie „Schmutz“ oder „verklemmt“ in ihre sonst englischen Sätze einbauen.

Vielleicht fragt sich nun der eine oder andere Tourist, warum diese Amerikaner deutsche Wörter benutzen?

In Amerika nennt man es „Yinglish“, denn die dem Deutschen ähnlichen Begriffe stammen aus dem Jiddischen und die Wurzeln dieser Sprache gehen bis ins 9. Jahrhundert zurück. 

Die Geschichte der alten Sprache beginnt in Deutschland, wo sich französische und italienische Juden niederließen und begannen, Deutsch zu lernen. Sie kombinierten den deutschen Wortschatz und die Grammatik mit einzelnen Begriffen aus ihren Muttersprachen und den Sprachen, welche sie aus religiösen Schriften kannten, dem Hebräischen und Aramäischen. Daraus ergab sich ein deutscher Dialekt, welcher in jüdischen Kreisen gesprochen wurde und sich bald zu einer eigenen Sprache entwickelte. Diese wurde nicht mit lateinischen Buchstaben, sondern nach dem hebräischen Alphabet geschrieben. Als die Juden im 13. Jahrhundert Deutschland wegen Verfolgung verlassen mussten, gelangte die Sprache nach Osteuropa und wurde dort von den slawischen Sprachen beeinflusst. 

Die Sprache, welche nach dem deutschen Wort „jüdisch“ Jiddisch genannt wurde, vereinte Ashkenazi (Bezeichnung für europäische Juden) in ganz Europa.

Im 20. Jahrhundert vertrieb der Nationalsozialismus Tausende von Juden aus Europa. Viele von ihnen fanden sich in Amerika wieder und bildeten dort neue Gemeinden. Die wohl bekannteste von ihnen ist die „Satmar“ Gemeinde in Williamsburg, New York. 

Diese Gemeinde sah den Holocaust als eine Bestrafung von Gott, dafür, dass sie ihre Religion nicht streng genug auslebten und gründeten eine ultraorthodoxe Gemeinde mitten in Brooklyn. Noch heute können sie an ihren langen schwarzen Mänteln und großen Hüten erkannt werden. Sie kehrten sich ab von der Außenwelt und entwickelten ihre eigene Kultur, welche es ihnen erlaubte, auch heute noch fast ausschließlich Jiddisch zu sprechen. 

Die Juden, welche sich in die amerikanische Gesellschaft integrierten, übernahmen die englische Sprache, behielten jedoch einige Begriffe aus dem Jiddischen bei. Die New Yorker Juden, welche heute 13% der Bevölkerung ausmachen, brachten die jüdische Sprache in amerikanische Kreise, wo sie bald in die Umgangssprache überging und auch von nichtjüdischen New Yorkern gesprochen wird. Heute sind jiddische Begriffe sogar in Fernsehsendungen wie „Seinfeld“ und „Gilmore Girls“ wiederzufinden. 

Doch die Sprache, welche für viele Jahrhunderte Juden in ganz Europa verbunden hat, treibt nun einen Keil zwischen die liberalen und die orthodoxen Juden in Amerika. Jüdische Familien sprechen sie immer weniger und die orthodoxen Gemeinden haben der Sprache ihren Stempel aufgesetzt. 

Die exklusive Nutzung durch orthodoxe Juden entfernt sekuläre Juden in Gedanken von ihrer ehemaligen Muttersprache. Während sie damals von vielen als willkommend und vertraut empfunden wurde, wirkt sie nun oft eher streng und konservativ. 

Dies führte dazu, dass Wissenschaftler schätzen, dass die Sprache im nächsten Jahrhundert ausgestorben sein wird, mit jährlich bis zu 1000 Menschen weniger, die sie sprechen.

Doch dies sind keine Neuigkeiten für die, welche den Verlauf der jiddischen Geschichte verfolgen. Die Sprache ist bereits seit den 30‘er Jahren gefährdet, als ein Großteil der Jiddisch-sprechenden Menschen im Holocaust getötet wurde.

Daraufhin erlitt Jiddisch einen weiteren Rückschlag, als Israel Hebräisch zu seiner Amtssprache ernannte. Und heute spekulieren Sprachwissenschaftler, dass die Sprache im Jahr 3000 ausgestorben sein könnte. 

Es ist schmerzhaft, solch eine traurige Entwicklung mit anzusehen, doch es gibt noch Hoffnung. 

Organisationen auf der ganzen Welt, welche sich darauf spezialisieren, die jüdischen Sprachen und ihre Kultur am Leben zu erhalten, appellieren an junge Menschen, Jiddisch zu lernen und seiner Kultur zu gedenken. Ältere Menschen weltweit geben ihre jiddischen Bücher, Postkarten und Magazine an Museen und Archive weiter, welche sie für die nächste Generation aufbewahren. Das Ziel ist es, ein Bewusstsein für diese reiche und alte Kultur zu erwecken und die Erinnerung an die jiddische Kultur am Leben zu erhalten. 

Zudem wächst die Population der orthodoxen Juden stetig an. In ihrer Mitte wird die Sprache am Leben erhalten. Doch außerhalb des religiösen Kontexts werden nur noch sehr wenige Schriften auf Jiddisch verfasst und trotz jeglicher Anstrengungen sorgen sich Experten um die Zukunft der alten Sprache.

 Wird sie diesen Rückschlag überleben können?

Alles, was wir jetzt tun können, ist es, uns und andere zu informieren, damit die Sprache des Judentum nicht in Vergessenheit gerät.

Für mehr Informationen gehe auf:

www.yivo.org

https://www.welt.de/kultur/article144710120/Warum-man-unbedingt-Jiddisch-lernen-sollte.html